Kommunikationssicherheit

On-Premise-Videokonferenz: Lösungen, Architektur und Auswahlkriterien

Kurzüberblick: On-Premise-Videokonferenzen

Eine On-Premise-Videokonferenz läuft auf einer vom Unternehmen kontrollierten Infrastruktur statt in der Public Cloud eines Anbieters. Dadurch kann die Organisation selbst bestimmen, wo Benutzerkonten, Medienverkehr, Chats, Dateien, Aufzeichnungen und Administrationsdaten verarbeitet oder gespeichert werden.

Wichtig ist: On-Premise bedeutet nicht automatisch Offline-Betrieb. Manche lokal installierten Lösungen benötigen weiterhin externe Dienste. Für vollständig isolierte Netzwerke muss die Plattform ausdrücklich ohne permanente Internetverbindung arbeiten können.

On-Premise-Videokonferenzen sind besonders relevant, wenn Unternehmen:

  • Kommunikationsdaten innerhalb der eigenen Infrastruktur halten möchten,
  • Videokonferenzen auch ohne Internetzugang durchführen müssen,
  • vorhandene SIP- oder H.323-Raumsysteme weiterverwenden wollen,
  • LDAP oder Active Directory integrieren möchten,
  • Updates und Wartung selbst steuern müssen,
  • interne und externe Zugänge über die eigene Netzwerkarchitektur kontrollieren möchten.

Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören daher nicht nur Videoqualität und Teilnehmerzahl, sondern auch autonomer Betrieb, Datenstandort, Netzwerkabhängigkeit, SIP/H.323-Unterstützung, Verzeichnisintegration, Skalierung, Gastzugang und Betriebsaufwand.

TrueConf Server deckt diese Anforderungen innerhalb einer selbst betriebenen Plattform ab: Die Lösung kann in privaten und isolierten Netzwerken ohne permanente Verbindung zu öffentlichen Cloud-Diensten arbeiten, unterstützt SIP und H.323, lässt sich mit LDAP/LDAPS verbinden und ermöglicht Videokonferenzen mit bis zu 2.000 Teilnehmern.

On-Premise-Videokonferenz

Was ist eine On-Premise-Videokonferenz?

Bei einer On-Premise-Videokonferenz wird die zentrale Kommunikationsplattform innerhalb einer vom Unternehmen kontrollierten Infrastruktur installiert. Dafür können physische Server oder virtuelle Maschinen im eigenen Rechenzentrum beziehungsweise in einer selbst verwalteten Umgebung verwendet werden.

Im Unterschied zu einer Public-Cloud-Lösung betreibt nicht der Videokonferenzanbieter die zentrale Plattform, sondern die Organisation selbst oder ein von ihr beauftragter Dienstleister.

Je nach Produkt können dadurch Benutzerverwaltung, Medienverkehr, Chats, Dateien, Aufzeichnungen und Administration innerhalb der eigenen Infrastruktur bleiben.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage, ob eine Lösung auf dem eigenen Server läuft, sondern welche Kommunikationskomponenten tatsächlich lokal betrieben werden und welche externen Dienste weiterhin benötigt werden.

Was bleibt bei einer On-Premise-Videokonferenz tatsächlich in der eigenen Infrastruktur?

„On-Premise“ beschreibt zunächst das Bereitstellungsmodell. Für die tatsächliche Kontrolle über die Kommunikation ist entscheidend, wo einzelne Komponenten verarbeitet oder gespeichert werden.

Benutzerkonten und Zugriffsrechte

Benutzer können lokal verwaltet oder über vorhandene Verzeichnisdienste wie LDAP beziehungsweise Active Directory eingebunden werden.

Dadurch lässt sich die Benutzerverwaltung in bestehende Unternehmensprozesse integrieren, anstatt ein separates Verzeichnis beim Videokonferenzanbieter zu führen.

Audio- und Videodatenströme

Der Medienverkehr ist der zentrale Bestandteil jeder Videokonferenz.

Bei einer vollständig lokalen Architektur werden Audio- und Videodaten über Komponenten innerhalb der kontrollierten Infrastruktur verarbeitet.

Gerade bei sensiblen Meetings sollte deshalb geprüft werden, ob Medienströme tatsächlich lokal bleiben oder teilweise über externe Infrastruktur geführt werden.

Chats und Dateien

Videokonferenzplattformen umfassen häufig auch Messaging und Dateiaustausch.

Unternehmen sollten daher nicht nur die Verarbeitung von Audio und Video prüfen, sondern auch klären, wo Chatnachrichten und übertragene Dateien gespeichert werden.

Aufzeichnungen

Konferenzaufzeichnungen können vertrauliche Gesprächsinhalte enthalten.

Bei einer On-Premise-Lösung kann die Organisation selbst festlegen, wo Aufzeichnungen gespeichert werden und welche Benutzer beziehungsweise Administratoren Zugriff darauf erhalten.

Administration

Auch die Verwaltung der Plattform selbst ist relevant.

Unternehmen sollten prüfen, ob Benutzer, Konferenzen, Servereinstellungen und Updates lokal administriert werden können oder ob weiterhin ein externes Anbieterportal erforderlich ist.

On-Premise, Self-Hosted oder Private Cloud: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Aspekte des Betriebsmodells.

Modell

Infrastruktur

Betrieb

Internet erforderlich?

Public Cloud

Infrastruktur des Anbieters

Anbieter

in der Regel ja

Private Cloud

dedizierte Cloud-Umgebung

Unternehmen oder Dienstleister

meist ja

Self-Hosted

selbst gewählte Infrastruktur

Organisation

abhängig von der Lösung

On-Premise

eigene bzw. kontrollierte Infrastruktur

Organisation

abhängig von der Lösung

Isoliertes Netzwerk

vom Internet getrennte Infrastruktur

Organisation

nein

On-Premise bedeutet daher nicht automatisch Offline-Betrieb.

Eine Anwendung kann lokal installiert sein und trotzdem externe Dienste für Anmeldung, Lizenzierung, Medienverarbeitung oder andere Funktionen benötigen.

Wenn eine Organisation Videokonferenzen vollständig ohne Internetzugang betreiben möchte, muss die Plattform ausdrücklich für einen autonomen Betrieb ausgelegt sein.

On-Premise, Self-Hosted oder Private Cloud

Wann lohnt sich eine On-Premise-Videokonferenz?

Eine lokale Bereitstellung ist besonders relevant, wenn mindestens eine der folgenden Anforderungen besteht:

Anforderung

Warum On-Premise relevant ist

Daten sollen in kontrollierter Infrastruktur bleiben

Speicherort und Zugriffswege können selbst festgelegt werden

Kommunikation muss ohne Internet funktionieren

geeignete Plattformen können vollständig im lokalen Netzwerk arbeiten

SIP/H.323-Systeme sind bereits vorhanden

bestehende Raumtechnik kann weiterverwendet werden

LDAP oder Active Directory soll genutzt werden

Benutzerverwaltung lässt sich in vorhandene Prozesse integrieren

Updates sollen intern geplant werden

die IT-Abteilung bestimmt Wartungs- und Aktualisierungszeitpunkte

Kommunikation findet in geschlossenen Netzen statt

externe Cloud-Dienste können vermieden werden

Infrastruktur soll an eigene Anforderungen angepasst werden

Netzwerk, Server und Zugriffsmodelle bleiben unter eigener Kontrolle

Für kleinere Teams ohne besondere Infrastruktur-, Integrations- oder Datenanforderungen kann eine Public-Cloud-Lösung dagegen einfacher zu betreiben sein.

Kann eine On-Premise-Videokonferenz ohne Internet funktionieren?

Ja, sofern die verwendete Plattform für einen autonomen Betrieb ausgelegt ist.

Das ist jedoch keine automatische Eigenschaft jeder On-Premise-Lösung. Einige Produkte benötigen trotz lokaler Installation weiterhin Verbindungen zu externen Diensten.

TrueConf Server kann vollständig innerhalb eines privaten Netzwerks betrieben werden. Die Plattform benötigt für den laufenden Kommunikationsbetrieb keine permanente Verbindung zu öffentlichen Cloud-Diensten und kann dadurch auch in isolierten Netzwerkumgebungen eingesetzt werden.

Das ist besonders relevant für Organisationen, die ihre interne Kommunikation nicht von der Verfügbarkeit externer Cloud-Dienste abhängig machen möchten.

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Können externe Teilnehmer an einer On-Premise-Videokonferenz teilnehmen?

Ja. On-Premise bedeutet nicht, dass Meetings ausschließlich innerhalb des lokalen Netzwerks stattfinden müssen.

Die Organisation entscheidet über die Netzwerkarchitektur und kann die Plattform beispielsweise:

  • ausschließlich innerhalb des LAN verfügbar machen,
  • kontrolliert für externe Teilnehmer erreichbar machen,
  • Gastzugänge für Kunden oder Partner bereitstellen,
  • interne und externe Kommunikationswege voneinander trennen.

Welche Variante geeignet ist, hängt vom Einsatzszenario ab.

Ein vollständig isoliertes Kommunikationssystem hat andere Anforderungen als eine Plattform, über die regelmäßig Kunden, Lieferanten oder externe Projektpartner an Videokonferenzen teilnehmen.

Welche Infrastruktur wird für On-Premise-Videokonferenzen benötigt?

Der Ressourcenbedarf hängt unter anderem von der Anzahl gleichzeitiger Benutzer, parallelen Meetings, Videoqualität und zusätzlichen Kommunikationsfunktionen ab.

Server

Die Plattform kann je nach Produkt auf einem physischen Server oder einer virtuellen Maschine betrieben werden.

Wichtig sind ausreichende CPU- und RAM-Ressourcen für die erwartete Anzahl gleichzeitiger Verbindungen.

TrueConf Server unterstützt beispielsweise Bereitstellungen auf Windows Server und Linux sowie auf physischer oder virtualisierter Infrastruktur.

Netzwerk

Videokonferenzen erzeugen kontinuierlichen Echtzeitverkehr.

Deshalb müssen Bandbreite, Routing, Firewalls und gegebenenfalls externe Erreichbarkeit bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Relevant ist insbesondere die Anzahl gleichzeitig aktiver Videoverbindungen.

Speicher

Wenn Meetings aufgezeichnet oder Dateien über die Plattform ausgetauscht werden, sollte zusätzlicher Speicher für diese Daten eingeplant werden.

Speicherbedarf und Aufbewahrungsdauer sollten vor dem produktiven Rollout definiert werden.

Benutzerverzeichnis

Bei größeren Installationen ist die Integration mit LDAP oder Active Directory sinnvoll, damit Benutzer nicht parallel in mehreren Systemen gepflegt werden müssen.

Monitoring, Backups und Updates

Mehr Kontrolle bedeutet auch mehr Verantwortung für den Betrieb.

Beim Eigenbetrieb muss festgelegt werden, wer Serverzustand, Datensicherung, Updates und Wiederherstellung überwacht.

On-Premise oder Cloud: Welche Videokonferenz passt besser?

Beide Modelle haben unterschiedliche Schwerpunkte.

Kriterium

On-Premise

Public Cloud

Infrastruktur

eigene bzw. kontrollierte Infrastruktur

Infrastruktur des Anbieters

Datenstandort

selbst bestimmbar

abhängig vom Anbieter

Internetabhängigkeit

abhängig von der Lösung; Offline-Betrieb möglich

normalerweise erforderlich

Updates

durch eigene IT planbar

durch Anbieter gesteuert

Benutzerverwaltung

lokale Integration möglich

abhängig von Anbieterfunktionen

SIP/H.323-Integration

produktabhängig, teilweise direkt integriert

produktabhängig

Anpassbarkeit

meist umfangreicher

stärker standardisiert

Betrieb

eigene IT oder Dienstleister

Anbieter

Skalierung

eigene Ressourcen müssen dimensioniert werden

Infrastruktur wird durch Anbieter bereitgestellt

Eine Cloud-Lösung reduziert den eigenen Betriebsaufwand und eignet sich daher für Organisationen, die möglichst schnell starten und wenig eigene Infrastruktur verwalten möchten.

On-Premise ist dagegen vor allem dann relevant, wenn Netzwerkarchitektur, Datenstandort, bestehende Systeme oder autonome Kommunikation zu den zentralen Auswahlkriterien gehören.

Welche Funktionen sollte eine On-Premise-Videokonferenzlösung bieten?

Bei der Auswahl reicht es nicht aus, nur Videobild, Tonqualität oder maximale Teilnehmerzahlen zu vergleichen.

Für Unternehmensumgebungen sind insbesondere folgende Kriterien relevant:

Autonomer Betrieb

Wenn Kommunikation auch ohne öffentlichen Internetzugang funktionieren soll, muss die Plattform diesen Betriebsmodus ausdrücklich unterstützen.

LDAP und Active Directory

Eine Verzeichnisintegration vereinfacht die Benutzerverwaltung und verhindert parallele Benutzerbestände.

SIP und H.323

Diese Protokolle sind relevant, wenn bereits Videokonferenzräume, Endpunkte, MCUs oder andere professionelle AV-Systeme vorhanden sind.

Gastzugang

Wenn externe Teilnehmer regelmäßig eingebunden werden, sollte sich deren Zugang getrennt von internen Benutzerkonten steuern lassen.

Browser-, Desktop- und mobile Clients

Die Plattform sollte unterschiedliche Arbeitsplatz- und Geräteszenarien unterstützen.

Aufzeichnung

Unternehmen sollten festlegen können, wo Aufzeichnungen gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf.

Administration und Monitoring

Administratoren benötigen Werkzeuge für Benutzerverwaltung, Serverzustand, Konferenzkontrolle und Fehleranalyse.

Skalierung

Neben der Gesamtzahl registrierter Benutzer sollten vor allem die maximale Konferenzgröße und die Anzahl paralleler Meetings betrachtet werden.

On-Premise-Videokonferenzlösungen im Vergleich

Für den Eigenbetrieb stehen sowohl kommerzielle Plattformen als auch Open-Source-Projekte zur Verfügung. Sie unterscheiden sich insbesondere bei autonomem Betrieb, Integration bestehender Videokonferenztechnik und technischem Betriebsaufwand.

Lösung

Typischer Einsatz

Isolierter Betrieb

SIP/H.323

Besonderheit

TrueConf Server

Unternehmenskommunikation und geschlossene Netze

Ja

Ja

Video, Messaging und vorhandene Raumtechnik in einer Plattform

Pexip Infinity

komplexe Enterprise-Videoinfrastruktur

Ja

Ja

Fokus auf Video-Interoperabilität

OpenTalk

souveräne und containerbasierte Infrastruktur

abhängig vom Deployment

abhängig von Architektur

Kubernetes und offene Schnittstellen

Jitsi Meet

selbst verwaltete Videokonferenzen

möglich

nicht der Schwerpunkt

Open Source

BigBlueButton

Unterricht und virtuelle Schulungen

möglich

nicht der Schwerpunkt

Funktionen für digitale Lernumgebungen

TrueConf Server

TrueConf Server kombiniert Videokonferenzen, Messaging und Dateiaustausch in einer selbst betriebenen Kommunikationsplattform.

Für On-Premise-Szenarien besonders relevant sind der autonome Betrieb ohne öffentliche Cloud, die Unterstützung von SIP und H.323 sowie die Integration mit LDAP/LDAPS.

Eine einzelne Videokonferenz kann bis zu 2.000 Teilnehmer umfassen.

Damit eignet sich TrueConf Server insbesondere für Organisationen, die Video, interne Kommunikation und vorhandene Konferenzraumtechnik innerhalb einer zentral verwalteten On-Premise-Umgebung zusammenführen möchten.

Pexip Infinity

Pexip ist auf große und heterogene Videoinfrastrukturen ausgerichtet.

Die Plattform unterstützt selbst gehostete Bereitstellungen und legt einen starken Schwerpunkt auf Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Videokonferenzsystemen und Endpunkten.

OpenTalk

OpenTalk bietet eine On-Premise-Variante und richtet sich unter anderem an Organisationen, die containerbasierte und offen integrierbare Infrastrukturen einsetzen.

Kubernetes und offene Schnittstellen spielen bei der technischen Bereitstellung eine zentrale Rolle.

Jitsi Meet

Jitsi Meet ist eine Open-Source-Lösung, die auf eigener Infrastruktur installiert werden kann.

Sie bietet hohe technische Flexibilität, setzt für Betrieb, Skalierung, Monitoring und Wartung jedoch entsprechendes internes Know-how voraus.

BigBlueButton

BigBlueButton ist ebenfalls Open Source, wurde aber insbesondere für digitale Lern- und Schulungsumgebungen entwickelt.

Funktionen für virtuelle Klassenräume und Online-Unterricht stehen daher stärker im Mittelpunkt als klassische Unternehmenskommunikation.

On-Premise-Videokonferenzlösungen im Vergleich

TrueConf Server für On-Premise-Videokonferenzen

TrueConf Server ist darauf ausgelegt, Videokommunikation nicht als externen Cloud-Dienst, sondern als Bestandteil der eigenen IT-Infrastruktur zu betreiben.

Autonomer Betrieb in privaten und isolierten Netzwerken

TrueConf Server kann innerhalb eines privaten oder vollständig isolierten Netzwerks arbeiten.

Für laufende Videokonferenzen, Messaging und interne Kommunikation ist keine permanente Verbindung zu öffentlichen Cloud-Diensten erforderlich.

Damit kann die Plattform auch dort eingesetzt werden, wo Internetzugriff eingeschränkt oder nicht vorgesehen ist.

Vorhandene Videokonferenztechnik weiterverwenden

TrueConf Server unterstützt SIP und H.323 und kann dadurch vorhandene Videokonferenz-Endpunkte und Raumsysteme in die Kommunikationsumgebung einbinden.

LDAP/LDAPS ermöglicht zusätzlich die Integration in bestehende Unternehmensverzeichnisse.

Unternehmen können damit Teile ihrer vorhandenen Kommunikationsinfrastruktur weiterverwenden, anstatt für eine neue Plattform sämtliche Systeme parallel neu aufzubauen.

Video, Messaging und große Meetings in einer Plattform

Neben Videokonferenzen stehen persönliche und Gruppen-Chats sowie Dateiaustausch zur Verfügung.

Eine einzelne Videokonferenz kann bis zu 2.000 Teilnehmer verbinden.

Die Plattform kann auf Windows Server oder Linux sowie auf physischen und virtuellen Servern betrieben werden und lässt sich dadurch in unterschiedliche Rechenzentrumsumgebungen integrieren.

Typischer Einsatz: Unternehmenskommunikation mit Chats, Dateien, Audioanrufen und Videokonferenzen auf eigener Infrastruktur.

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Checkliste: So wählen Sie eine On-Premise-Videokonferenzlösung aus

Vor der Entscheidung sollten Unternehmen nicht nur einzelne Produktfunktionen, sondern die gesamte Betriebsarchitektur prüfen.

1. Muss die Plattform ohne Internet funktionieren?

Falls ja, sollte ein vollständig autonomer Betriebsmodus ausdrücklich unterstützt werden.

2. Welche Daten müssen innerhalb der eigenen Infrastruktur bleiben?

Prüfen Sie nicht nur Audio und Video, sondern auch Chats, Dateien, Aufzeichnungen und Administrationsdaten.

3. Müssen bestehende SIP- oder H.323-Systeme weiterverwendet werden?

Eine integrierte Unterstützung kann zusätzliche Gateways oder den Austausch vorhandener Raumtechnik vermeiden.

4. Soll LDAP oder Active Directory angebunden werden?

Dies reduziert insbesondere bei größeren Installationen den Aufwand für Benutzerverwaltung.

5. Müssen externe Teilnehmer zugreifen können?

Dann sollte bereits bei der Netzwerkplanung festgelegt werden, wie Gastzugänge kontrolliert bereitgestellt werden.

6. Wie viele Teilnehmer müssen gleichzeitig verbunden werden?

Berücksichtigen Sie sowohl die maximale Größe einer Konferenz als auch parallele Meetings.

7. Wer übernimmt Betrieb und Wartung?

Serverüberwachung, Updates, Backups und Wiederherstellung gehören beim Eigenbetrieb zur Betriebsplanung.

8. Welche vorhandenen Systeme sollen integriert werden?

Dazu können Videokonferenzräume, Telefonie, Verzeichnisdienste und andere interne Kommunikationssysteme gehören.

9. Muss die Plattform später über mehrere Standorte skalieren?

Anforderungen an verteilte Infrastrukturen sollten bereits bei der ursprünglichen Architektur berücksichtigt werden.

FAQ

Ist eine On-Premise-Videokonferenz automatisch DSGVO-konform?

Nein. Das Bereitstellungsmodell allein stellt keine DSGVO-Konformität sicher.

On-Premise kann Unternehmen mehr Kontrolle über Datenstandort, Zugriffsrechte und technische Infrastruktur geben. Die tatsächliche Konformität hängt jedoch von der gesamten technischen und organisatorischen Umsetzung ab.

Welche laufenden Kosten entstehen bei einer On-Premise-Videokonferenz?

Neben der Software können Kosten für Serverressourcen, Speicher, Netzwerk, Administration, Updates, Monitoring und Backups entstehen.

Der tatsächliche Aufwand hängt von Größe, Teilnehmerzahlen und Architektur der Installation ab.

Wie viele Videokonferenzen kann ein On-Premise-Server gleichzeitig verarbeiten?

Das hängt von der verwendeten Plattform, Serverleistung, Videoqualität und Anzahl aktiver Teilnehmer ab.

Für die Dimensionierung sollte deshalb nicht nur die Zahl registrierter Benutzer betrachtet werden, sondern vor allem die erwartete Anzahl gleichzeitiger Meetings und Medienverbindungen.

Über die Autorin
Olga Afonina ist Technologieautorin und Branchenexpertin mit Schwerpunkt auf Videokonferenzlösungen und Kollaborationssoftware. Bei TrueConf beschäftigt sie sich mit aktuellen Trends in Kollaborationstechnologien und vermittelt Unternehmen praktische Erkenntnisse für eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz. Auf Grundlage ihrer Erfahrung in Content-Entwicklung und Branchenrecherche verfasst Olga Artikel und Reviews, die Lesern helfen, die Vorteile professioneller Unternehmenskommunikation besser zu verstehen.

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